Geschichte

Ein Weiterbildungskolleg für die Region

Das Siegerland-Kolleg nahm seinen Betrieb am 17. April 1963 als »Staat­liches Institut zur Erlangung der Hoch­schul­reife« auf: An diesem Mitt­woch um Punkt neun Uhr begrüßte der erste Kolleg­leiter Gerhard Autsch­bach in der Gewerb­lichen Berufs- und Fach­schule am Bismarck­platz stolze zwanzig Studierende.

Die Gründung des achten Weiter­bildungs­kollegs in Nord­rhein-West­falen – und des ersten im Sieger­land – war ein frühes Zeichen für den Anfang der sechziger Jahre auch hier einsetzenden Wandel von der Industrie- zur Dienst­leistungs­gesell­schaft. Im Jahr 1962 schloss eine der letzten Eisenerz­gruben, die »Neue Haardt« am Fuß des Haardter Bergs. Die Förder­türme sind längst abgebaut. Dafür ragen seit 1972 oben auf dem Haardter Berg die Türme der Universität Siegen in den Himmel: Statt Eisenerz wird heute Wissen gefördert.

Nur einen Stein­wurf von der Universität entfernt fand 1973 – recht­zeitig zum zehn­jährigen Jubiläum – auch das Sieger­land-Kolleg auf dem »Bildungs­hügel« sein neues Zuhause. Da die Zahl der Studierenden stetig zunahm, musste das Gebäude in der Hölderlin­straße mehr­mals erweitert werden: Im August 1990 entstand ein drei Klassen umfassender Erweiterungs­bau mit­samt begrüntem Innen­hof, im Oktober 2003 erhielt das Haus zwei weitere Stock­werke mit fünf Unter­richts­räumen, und zuletzt wurde ein Selbst­lern­zentrum eingerichtet.

Weiterbildung für junge Erwachsene

In fünf Jahrzehnten haben rund drei­tausend junge Erwachsene am Sieger­land-Kolleg das Abitur erworben, seit 1990 über vier­hundert weitere das Fach­abitur. Die Mehr­­zahl der Absolventen kommt aus dem Sieger­land, dem Sauer­land und dem Wester­wald, einige auch aus Hessen. In den sechziger Jahren besuchten vor allem männ­liche Studierende das Kolleg. Anfang der siebziger Jahre stieg der Anteil der weib­lichen Studierenden dann deut­lich, heute ist das Verhältnis nahezu ausge­glichen. Bislang prominen­tester Studierender ist der ehemalige Bundes­kanzler Gerhard Schröder, der 1963 ans Sieger­land-Kolleg kam, seine Abitur­prüfung aller­dings an einem anderen Weiter­bildungs­institut ablegte.

Im selben Jahr, in dem das Kolleg auf dem Haardter Berg seine neue Heimat fand, wurde vor dem Gebäude eine Plastik des Künstlers Rolf Crummenauer aufgestellt. Die Stahl­skulptur setzt nicht nur einen starken optischen Akzent. Der teil­weise offene Körper mit seinen geome­trischen Flächen – wird er gerade zusammen­gebaut oder auseinander­genommen? – kann auch als Symbol dafür stehen, was die Studierenden außer dem Abitur­zeugnis mitnehmen: Das Ver­mögen, anders mit den »Dingen« der Welt umzugehen, sie nämlich genauer zu betrachten und dabei neue Einblicke zu gewinnen, sie zu erforschen und aus ihnen etwas Neues aufzubauen.

Kollegium

Lehrkräfte am Kolleg

Derzeit sind acht Lehrerinnen und neun Lehrer am Siegerland-Kolleg tätig. Ihre Unterrichtsfächer:

Hans-Wolfhelm AmendLateinkath. Religionslehre
Ulrich BauerMathematikEnglisch
Nicola BruchEnglischDeutsch
Philipp DotschevGeschichteErdkunde
Gerhard FeldmannDeutschGeschichte
Christel FrankeDeutschSoziologie
Markus HäußermannDeutschChemie
Isabelle HolzDeutschGeschichte
Cecilia Hoppe-JackowskiBiologieErdkunde
Renate Hussing-WeitzBiologieDeutsch
Matthias LeicherEnglischBiologie
Ute MehrenFranzösisch 
Dr. Matthias PellePhysikChemie
Christian RahrbachMathematikLatein
Angelika RemyBiologieChemie
Wolfgang ReuterPhysikev. Religionslehre
Sonja SchuhenEnglischDeutsch

Was die liebste Leckerei betrifft, ist das Kollegium zweigeteilt: Ein Teil mag deftige Pasta, ein anderer schätzt mehr Schokoladiges.

Klausuren korrigieren unsere Lehrerinnen und Lehrer in der Regel abends oder am Wochenende. Manche hören dabei sogar Musik.

Lesen gehört zum Lehrerjob. Neben Sachbüchern stehen beim Kollegium aber auch Krimis und Science Fiction hoch im Kurs.

Und wenn einmal Ferien sind? Die allermeisten Lehrkräfte zieht es ans Wasser. Bergauf und bergab geht es im Siegerland ja jeden Tag …

Studierende

Die Studierendenvertretung stellt sich vor

»Liebe Mitstudierende,

wir, die SV, das heißt eure Semester­sprecher­innen und Semester­sprecher, sind eure Vertretung am Sieger­land-Kolleg. Unsere Aufgabe besteht in erster Linie darin, eure Interessen in den einmal im Monat statt­findenden SV-Sitzungen und gegen­über der Kolleg­leitung zu vertreten.

Dies ist jedoch nicht unsere einzige Aufgabe. Wir unter­halten auch das SV-Büro, das dienstags und donnerstags in der ersten Pause geöffnet ist. Dort könnt ihr Schul- und Sach­bücher aus zweiter Hand erwerben oder zum Verkauf anbieten, Übungs­klausuren für alle Fächer und Semester (und von vielen Lehr­kräften) bekommen, Fragen und Probleme im Speziellen und Allge­meinen loswerden und euch melden, wenn ihr euch in der SV engagieren wollt.

Die SV ist paritätisch in der Schul­konferenz vertreten. Das heißt, wir sind im gleichen Maße stimm­berechtigt wie die Ver­tretung der Lehrerinnen und Lehrer und haben damit die Möglich­keit, eure fach­lichen, kulturellen, politischen und sozialen Interessen ganz offiziell einzu­bringen. Außerdem kann die SV einzelne Studierende bei Problemen des schulischen Lebens unter­stützen und beraten.

Die SV stellt sich vor (Fortsetzung)

Auch außerhalb der Schulkonferenz war die Studierenden­vertretung in den ver­gangenen Jahren aktiv. So haben wir einen Bücher­floh­markt aufgebaut, Frei­zeit­aktivitäten wie den Film­abend oder den Spiele­nach­mittag ins Leben gerufen und organisieren die Teil­nahme des Kollegs am Siegener Firmen­lauf. Bei der Einführung der Erst­semester hilft die SV mit Informationen über den Kolleg­alltag. Außerdem sorgen wir für den Waffel­verkauf in der Projekt­woche und den all­seits beliebten Glüh­wein­verkauf vor Weih­nachten und an Karneval. Die Erlöse fließen in die Kasse der SV und dienen zum Beispiel der Vorfinan­zierung von Schul­festen.

Die SV ist die Studierenden­vertretung. Wir können aller­dings nur Studierende vertreten, die auch eine Meinung haben – also lasst uns bitte wissen, welche Wünsche und Verbesserungs­vorschläge ihr habt.

Wir freuen uns immer über neue Gesichter. Nicht nur Semester­sprecher sind zu den Sitzungen der SV eingeladen, sondern alle, die sich engagieren möchten. Alle Termine für die Sitzungen findet ihr an der Tafel im Foyer.

Eure SV«

Ehemalige

Auswahl des anzuzeigenden Berichtes

Katrin Schröder

ehemalige Studierende

»Was rät man einer alleinerziehenden Mutter dreier Kinder, die kurz vor ihrem 35. Geburts­tag steht und beruf­lich kein Weiter­kommen sieht? Sicher nicht, die gut bezahlte Fest­anstellung aufzugeben und das Abitur nach­zuholen, oder? Ich habe es trotz­dem gemacht und dafür nicht nur Bewun­derung bekommen: ›Du bist aber risiko­freudig!‹ war noch einer der wohl­wollenden Kommentare. Dennoch kann ich heute stolz behaupten, dass es die beste Entschei­dung meines Lebens war. Nicht nur wegen der neuen beruf­lichen Möglich­keiten, auch persön­lich haben mich die knapp drei Jahre am Sieger­land-Kolleg geprägt und meinem Leben eine neue Richtung gegeben.

Die einzige Hürde war die Frage nach der finan­ziellen Lebens­grund­lage. Als ich aber erfuhr, dass ich, obwohl ich bereits über 30 war, durch eine Sonder­regelung Anspruch auf BAföG-Leistungen hatte, war für mich klar, dass ich mich am Sieger­land-Kolleg anmelde.

Ich entdeckte vollkommen neue Inter­essen und Fähig­keiten. Themen, die mir damals auf der weiter­führenden Schule nie lagen, wurden plötz­lich inter­essant und ich verstand sogar Mathe, obwohl meine Lehrer mich in der 6. Klasse schon als hoffnungs­losen Fall abgehakt hatten. Mein Ziel war es zunächst, nach dem Abitur Lehr­amt zu studieren. Durch Zufall geriet ich aber in den Erd­kunde-Leistungs­kurs – und heute studiere ich Geo­graphie im Bachelor­studien­gang.

In meiner Zeit am Kolleg habe ich nicht nur ›klausur- oder abitur­relevantes‹ Wissen gepaukt. Ich habe auch viel fürs Leben gelernt. Zum Beispiel, dass man mit der richtigen Moti­va­tion und einer guten Ein­stellung eine Menge erreichen kann und dass es niemals zu spät ist, sich weiter­zu­ent­wickeln und seinem Leben eine neue Perspektive zu verleihen.«

Simon Kölsch

ehemaliger Studierender

»Die Zeit am Siegerland-Kolleg hat mein Leben in vielerlei Hin­sicht bereichert. Es ist klar, dass zuerst die Erlangung der all­ge­meinen Hoch­schul­reife genannt werden muss. Mein gutes Abitur ermög­licht mir den Zugang zu einer Universität oder Fach­hoch­schule und bringt mich meinem Traum­beruf ein Stück näher. Aber das hätten vergleich­bare Einrich­tungen auch leisten können. Andere Dinge habe ich aller­dings als außer­gewöhn­lich empfunden.

Wer sich für das Siegerland-Kolleg entscheidet, kann sicher sein, dass er auf tolle Menschen treffen wird. Damit meine ich ein­mal die Lehr­kräfte. Diese sind alle­samt motiviert, hilfs­bereit, kompetent und für Lehrer außer­gewöhn­lich mensch­lich. Man hatte stets das Gefühl einer ›Begegnung auf Augen­höhe‹. Aber auch das Klima unter den Studierenden habe ich als sehr entspannt empfunden. Lern­gruppen, Kickern und das gemein­same Mittag­essen in der Mensa ver­schönern und erleichtern die Schul­zeit ungemein. Es haben sich sogar einige Freund­schaften entwickelt.

In meinem Alltag merke ich immer wieder, dass mich das Sieger­land-Kolleg auch auf einer anderen Ebene erreicht hat. Die erlernten Dinge aus den verschie­denen Fächern haben meinen persön­lichen Horizont erweitert. Ich mache mir Gedanken über Dinge, die ich zuvor nicht ein­mal wahr­genommen habe. Das Mehr an Wissen erlaubt mir, Dinge aus verschie­denen Blick­winkeln zu betrachten. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man Sach­verhalte besser versteht – in einer Welt, die einem nicht selten undurch­dring­lich erscheint. Das Motto des Sieger­land-Kollegs lautet ›Trau dich zu wachsen‹. Jeder, der das Angebot wahr­nimmt, wird einen ähn­lichen Prozess durch­laufen wie ich. Ich bin froh, dass ich es getan habe.«

Stefanie Menges

ehemalige Studierende

»Nach meiner Ausbildung und einigen Jahren in meinem Beruf entschied ich mich, einen anderen Weg einzu­schlagen und nach Möglich­keiten zu suchen, die mir neue Türen öffnen. Dabei fiel meine Wahl auf das Sieger­land-Kolleg, dessen Konzept ich sehr ansprechend fand.

Die Wiederholung des Stoffs der Mittel­stufe in den ersten beiden Semestern machte den Wieder­einstieg ins Schul­leben nicht allzu schwer. Durch die Fächer­breite, in der sich das Abitur am Sieger­land-Kolleg zum Beispiel vom Fach­abitur an Berufs­schulen unter­scheidet, hat man hier die Möglich­keit, seinen Horizont in verschie­dene Rich­tungen zu erweitern. Außer­dem kann man fest­stellen, in welche fach­liche Richtung man tendiert – eher natur­wissen­schaft­lich, sprach­wissen­schaft­lich oder gesell­schafts­wissen­schaft­lich. Die wähl­baren Leistungs­kurse in der Kurs­phase ab dem dritten Semester bieten die Möglich­keit, die entsprechende Richtung dann zu vertiefen.

Für mich persön­lich war die Zeit am Sieger­land-Kolleg eine Bereiche­rung in vielerlei Hinsicht. Das Wort ›Schule‹ bekam für mich hier eine völlig neue Bedeutung, denn nicht nur auf bildungs­technischer, sondern auch auf mensch­licher Ebene findet man hier ein sehr kompe­tentes Team von Lehrern. Ich bin sehr dank­bar für die Zeit am Sieger­land-Kolleg, denn erstens waren es drei sehr schöne Jahre, in denen ich sehr liebe und für mich wert­volle Menschen kennen­gelernt habe. Und zweitens wurde mir dadurch der Weg an die Universität ermög­licht, in ein Studium, welches mein Leben schon jetzt unglaub­lich bereichert hat.«

Sabrina Hoppen

ehemalige Studierende

»Liebe (zukünftige) Studierende, wenn ihr auf dieser Seite gelandet seid, dann habt ihr euch entweder schon dazu entschlossen, euer Abitur auf dem zweiten Bildungs­weg nach­zu­holen, oder ihr denkt gerade darüber nach und sucht nach etwas, was bei dieser Ent­schei­dung hilf­reich sein kann. Es ist näm­lich nicht leicht, einen völlig neuen Abschnitt im Leben zu beginnen, vor allem dann nicht, wenn man nicht weiß, was da auf einen zukommt. Bevor ich zum Kolleg gegangen bin, stand ich vor der gleichen Ent­schei­dung … und heute studiere ich Deutsch und Geschichte auf Lehr­amt an der Uni Siegen.

Schon während der Ausbildung stand für mich fest, dass ich nicht in meinem Ausbildungs­beruf arbeiten wollte, sondern lieber studieren möchte. Ich wusste aller­dings nicht, wie ich das anpacken sollte – und ob es über­haupt das Richtige ist. Ich musste es also ein­fach versuchen – und bereue diese Ent­schei­dung heute keine Sekunde. Es geht aber nicht nur um die Ent­schei­dung über­haupt das Abitur zu machen, sondern auch darum, wo man diese Chance nutzt.

Das Siegerland-Kolleg hat mir viele Türen geöffnet. Ich habe nicht ›nur‹ mein Abitur dort gemacht, sondern auch eine ganze Menge von dort mit­ge­nommen, was nichts mit Büchern, Klausuren, Noten oder Schul­stoff zu tun hat. In der Zeit am Kolleg habe ich nicht nur stur gelernt und auf mein Ziel hin­ge­arbeitet: Ich habe Menschen getroffen, die immer ein offenes Ohr hatten und die jetzt zu wirk­lich guten Freunden geworden sind – und dazu zählen nicht nur Schüler.

Genau das macht das Kolleg aus: Neben Kompetenz und einer helfenden Hand, die man zu jeder Zeit von den Lehrern erwarten kann, ist das Kolleg durch seine familiäre Atmo­sphäre geprägt. Natür­lich gab es auch Zeiten, die nicht so gut waren. Zeiten, in dnen man alles hin­schmeißen wollte. Aber der Weg ist ja bekannt­lich das Ziel und auf meinem Weg waren es nicht nur meine Freunde und meine Familie, die mich unter­stützt haben, sondern auch die Lehr­kräfte – selbst wenn ein Problem über­haupt nichts mit Schule zu tun hatte.

Ich bin mir sicher, dass jede Institution, jede Schule, jedes Weiter­bildungs­kolleg etwas Besonderes hat, was man aber erst erkennt und begreift, wenn man selbst dort gewesen ist. Lernen ist nicht gleich lernen und Weiter­bildung bezieht sich am Kolleg nicht nur auf den Unter­richt, sondern auch auf den Menschen selbst, da man immer wieder dazu ermutigt wird etwas zu wagen, neue Wege zu gehen und über sich selbst hinaus­zu­wachsen. Plötz­lich steht man auf seiner Abschluss­feier, hat sein Zeugnis in der Hand und fragt sich, wo die drei Jahre hin sind. Man denkt an die schönen Momente, an die Ausflüge, an seinen rauchenden Kopf, an Klausuren. Man erinnert sich daran, dass man vor gar nicht allzu langer Zeit eine gute, die richtige Ent­schei­dung getroffen hat.

Es kann natür­lich sein, dass man irgend­wann merkt, dass es viel­leicht doch nicht die richtige Wahl war, noch ein­mal zur Schule zu gehen, dass man viel­leicht doch aus einem anderen Holz geschnitzt ist. Aber auch das gehört zur Weiter­bildung, auch das ist Lernen und all das kann man nur dann heraus­finden, wenn man es versucht. Der Versuch ist es wert.

Es ist auch kein Geheimnis, dass man sich nicht nur finan­ziell ein­schränken muss, man muss auch bereit dazu sein, Zeit zu investieren und all das unter einen Hut zu bekommen. Gerade wenn man schon eine eigene Familie hat, ist das eine Heraus­forderung, aber keine Unmög­lich­keit. Man muss sich trauen zu wachsen und Chancen wahr­zu­nehmen, denn aus Chancen werden Wege.«

Roman Thieme

ehemaliger Referendar

»Für eine Lehramtausbildung als Refe­ren­dar ist das Sieger­land-Kolleg eine empfehlens­werte Alter­native zu üblichen Schulen. Die Atmo­sphäre in einem kleinen Kollegium war immer entspannt und angenehm. Der Vorzug gegen­über einer großen Schule ist, dass man in der Masse nicht unter­geht. Ich habe eine intensive persön­liche Betreuung sowohl von Seiten des Aus­bildungs­be­auf­tragten wie auch durch die Fach­lehrer genossen.

Auch zu den Studierenden bekommt man schnell ein gutes, unge­zwungenes und humor­volles Verhältnis. Dabei war die Arbeit mit den Studierenden stets von gegen­seitigem Respekt gekenn­zeichnet. Von den Erfahrungen, die die Studierenden aus ihrem bisherigen Lebens­weg mitbringen, kann der Unter­richt im Sinne einer Schüler­orientie­rung nur profitieren.

Als alleiniger Referendar fehlte mir zwar der Austausch mit anderen Refe­ren­daren, was jedoch durch die jeder­zeit offenen Ohren der Kollegen kompen­siert wurde. Schade ist, dass in Fächern wie Sport, Musik und Kunst keine Ausbildung mög­lich ist, da sie am Sieger­land-Kolleg nicht angeboten werden.«

Waren Sie auch am Siegerland-Kolleg und haben eine inter­essante Geschichte zu erzäh­len? Wir freuen uns über alle Bei­träge ehe­maliger Stu­dieren­der und Lehr­kräfte, beson­ders über Berichte aus den sieb­ziger und acht­ziger Jahren. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, damit wir alle Fragen klären können.

Förderverein

Zielsetzung und Organisation

Der Förderverein des Sieger­land-Kollegs wurde am 15. März 1988 von dem ehe­maligen Lehrer Dagobert Sont­berg gegründet. Die Satzung weist aus, dass der Verein der Förderung kultureller, wissen­schaft­licher, künst­lerischer und sport­licher Aktivitäten sowie der Unter­stützung von Studierenden in Not­lagen ver­pflichtet ist, zudem der Öffentlich­keits­arbeit und der Kontakt­pflege zwischen Ehemaligen und gegen­wärtigen Kolleg­angehörigen.

Die Vereinsarbeit liegt im Wesentlichen in der Hand des Vorstands und der Mit­glieder­versammlung, die einmal im Jahr statt­findet. In den Vorstand wurden bis­lang größten­teils Lehrerinnen und Lehrer des Kollegs gewählt, aber immer auch ehemalige Studierende. Mindestens eine gegen­wärtige Studierende bzw. ein aktueller Studierender ist regel­mäßig Mitglied.

Vorsitzende
Christel Franke
Fürst-Bülow-Straße 10
57074 Siegen
Telefon (0271) 33 64 21
Geschäftsführerin
Elisabeth Bautzmann
Hubacher Weg 11
57072 Siegen
Telefon (0271) 31 26 66
Kassenwart
Matthias Leicher
Hähnerweg 9
57518 Betzdorf
Telefon (02741) 17 86

Aktivitäten, Beitritt und Spenden

In den vergangenen Jahren konnte der Förder­verein dank der Mitglieds­beiträge zahl­reiche Anschaffungen tätigen. Dazu gehören bspw. Tische und Bänke für den Außen­bereich, eine Schließ­fach­anlage, ein Kicker, Bücher für die Präsenz­biblio­thek, diverse technische Geräte sowie in jüngster Zeit eine repräsen­tative Stell­wand. Darüber hinaus initiierte und finan­zierte der Verein eine Reihe von Ver­anstal­tungen wie Lesungen, Vorträge und Theater­aufführungen.

Die Unterstützung der Studierenden erfolgt regel­mäßig durch Zuschüsse für die Studien­fahrten. Persön­liche Not­lagen konnten in Einzel­fällen mit finan­ziellen Zuwendungen gemildert werden.

Wenn Sie Mitglied werden möchten, brauchen Sie nur einen ausge­füllten Antrag an das Sieger­land-Kolleg zu senden. Der Jahres­beitrag beläuft sich auf acht Euro für Studierende und Studenten, für alle übrigen Mitglieder auf 25 Euro. Auch Einzel­spenden sind möglich. Die Bank­verbindung des Förder­vereins …

Förderverein Siegerland-Kolleg
Sparkasse Siegen
IBAN DE98 4605 0001 0000 0299 59

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!